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Die Urlaubssaison naht die Europäische Union um 10 Mitgliedsländer
gewachsen, auch Urlaubsreisen dorthin sind weniger problematisch geworden.
Im Folgenden sind einige Hinweise bezüglich des Impfschutzes und gesundheitlicher
Maßnahmen für die neuen Mitgliedsländer aufgeführt.
Allgemeine Hinweise
Bedenken Sie, dass Medikamente teilweise nicht, oder nur in anderer Zusammensetzung bzw. Dosierung
als in Deutschland erhältlich sind. Stellen Sie deshalb Ihre individuelle Reiseapotheke zusammen.
Achten Sie darauf, eine ausreichende Menge von regelmäßig benötigten Medikamenten
einzupacken.
Sorgen Sie auf jeden Fall für ausreichenden und gültigen Auslandskrankenschutz sowie für eine
Krankenrückholversicherung!
ESTLAND
Die medizinische Grundversorgung ist zumeist befriedigend. Zwischen Estland und Deutschland
besteht kein Sozialversicherungsabkommen, so dass die deutsche gesetzliche Krankenversicherung
für Behandlungskosten in Estland nicht aufkommt.
Estland ist Endemiegebiet der Frühsommer-Meningo-Encephalitis (FSME), so dass für Risikogruppen
und bei Langzeitaufenthalten eine vorherige Schutzimpfung nach ärztlicher Beratung
angezeigt sein kann. Es besteht ein landesweites Risiko, besonders jedoch in den nördlichen,
östlichen und südlichen Gebieten.
Impfungen
Empfehlenswert ist die Überprüfung des allgemeinen Impfschutzes - Diphtherie, Tetanus
(Wundstarrkrampf), Polio (Kinderlähmung).
Unter anderem können in der Region folgende, durch Impfung vermeidbare Krankheiten auftreten:
Hepatitis A, Hepatitis B, Tollwut
LETTLAND
Da zwischen Lettland und Deutschland kein Sozialversicherungsabkommen besteht, sollten Reisende
beachten, dass deutsche gesetzliche Versicherungen für Aufwendungen in Lettland nicht
zahlen. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung ist daher aufgrund der lettischen Einreisebestimmungen
vorgeschrieben und wird darüber hinaus auch dringend empfohlen. Ä
Die medizinische Versorgung entspricht nicht deutschem Standard. Die Mitgliedschaft in einem
Rettungsflugverein wird empfohlen. Für die Reisezeit April bis Oktober wird zusätzlich eine
FSME-Zeckenimpfung empfohlen. Es besteht ein landesweites Risiko, besonders um die Hauptstadt
Riga.
Impfungen
Empfehlenswert ist die Überprüfung des allgemeinen Impfschutzes - Diphtherie, Tetanus
(Wundstarrkrampf), Polio (Kinderlähmung).
Unter anderem können in der Region folgende, durch Impfung vermeidbare Krankheiten auftreten:
Hepatitis A, Hepatitis B, Tollwut
LITAUEN
Eine mit Einschränkungen akzeptable medizinische Notversorgung in Unglücks- und Krankheitsfällen
ist nur in den größeren Städten Wilna, Kaunas, Klaipeda, Panevezys und Siaulai gewährleistet.
Da zwischen Litauen und Deutschland kein Sozialversicherungsabkommen besteht, zahlen
deutsche gesetzliche Krankenversicherungen für Aufwendungen in Litauen nicht. Eine Reisekrankenversicherung
ist erforderlich.
Impfungen
Besondere Schutzimpfungen sind für Litauen nicht vorgeschrieben.
Empfehlenswert ist die Überprüfung des allgemeinen Impfschutzes - Diphtherie, Tetanus
(Wundstarrkrampf), Polio (Kinderlähmung).
Besondere Impfhinweise: FSME - Es besteht ein landesweites Risiko, besonders jedoch in den
zentralen und nördlichen Gebieten.
Unter anderem können in der Region folgende, durch Impfung vermeidbare Krankheiten auftreten:
Hepatitis A, Hepatitis B, Tollwut
MALTA
Sonnenempfindliche Personen sollten unbedingt auf langärmelige Kleidung und Schutzcremes mit
hohem Lichtschutzfaktor achten, da die Sonneneinstrahlung und Ozonbelastung erheblich stärker
sind als in Deutschland.
Im Sommer und Frühherbst kann das schwülheiße Wetter eine starke Belastung für Herz und
Kreislauf darstellen; im Herbst und Winter sind vor allem die Atemwege durch das feucht-kühle
Wetter gefährdet. Auch rheumatische Beschwerden treten durch die in Malta herrschenden
klimatischen Bedingungen bei längeren Aufenthalten auf.
Das Leitungswasser ist eine Mischung aus Grundwasser und entsalztem Meerwasser und sollte
nicht oder nur abgekocht getrunken werden.
Impfungen
Für Malta sind keine besonderen Impfungen erforderlich. Empfehlenswert ist die Überprüfung
des allgemeinen Impfschutzes - Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), Polio (Kinderlähmung).
Unter anderem können in der Region folgende, durch Impfung vermeidbare Krankheiten auftreten:
Hepatitis A, Hepatitis B
POLEN
Da das mit Polen bestehende Sozialversicherungsabkommen im Bereich der Krankenversicherung
keine Leistungen für Besucher und Touristen vorsieht, sollten Reisende vor Antritt der Reise
eine private Krankenversicherung für die Dauer ihres Polen-Aufenthaltes abschließen.
Ärztliche Leistungen müssen sofort in Bar bezahlt werden.
Impfungen
Während der Sommermonate sollten sich Reisende in Waldgebiete von ihrem Arzt hinsichtlich
der Schutzimpfung gegen Zeckenbisse (FSME) beraten lassen. FSME - Hauptrisikogebiete bestehen
im Norden, Nordosten und im Süden westlich Krakaus. Einzelne Infektionsgebiete finden
sich auch in anderen Landesteilen.
Ferner ist eine Hepatitis A- und Hepatitis B- Impfung empfehlenswert. Empfehlenswert ist die
Überprüfung des allgemeinen Impfschutzes - Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), Polio
(Kinderlähmung), Tollwut.
SLOWAKEI
Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen und Krankenhausrechnungen sind direkt bar zu bezahlen.
Gesetzlich Versicherten wird empfohlen, sich vor Abreise in die Slowakei das E- 111-SIFormular
bei ihrer Krankenkasse zu besorgen. Dies ist dem slowakischen Krankenversicherungsträger
im Krankheitsfalle zuerst vorzulegen und dann dem behandelnden Arzt oder Krankenhaus
auszuhändigen.
Impfungen
Während der Sommermonate sollten sich Reisende in Waldgebieten von einem Arzt über die
Vermeidung der Risiken von Zeckenbissen (Frühsommer-Meningo-Encephalitis (FSME)) beraten
lassen. Es besteht ein landesweites Risiko, besonders jedoch im Westen und im Südwesten entlang
der Donau und um die Hauptstadt.
Empfehlenswert ist die Überprüfung des allgemeinen Impfschutzes - Diphtherie, Tetanus
(Wundstarrkrampf), Polio (Kinderlähmung).
Unter anderem können in der Region folgende, durch Impfung vermeidbare Krankheiten auftreten:
Hepatitis A, Hepatitis B, Tollwut
SLOWENIEN
Die medizinische Versorgung in den Großstädten ist zufrieden stellend, fernab von den Hauptverkehrswegen
jedoch eher schwach ausgeprägt. Das Rettungssystem funktioniert im Allgemeinen
gut. Notfälle müssen zumeist in die beiden Großkliniken in Laibach und Maribor verbracht
werden. Hier sind alle modernen Untersuchungsmethoden und -geräte vorhanden. Medikamentenengpässe
sind nicht zu beobachten. Eigene Medikamente sollten jedoch mitgebracht werden.
Behandlungskosten für freiwillig Versicherte liegen zum Teil weit über den deutschen Kassensätzen
und sind bar zu erstatten. Gesetzlich Versicherten wird empfohlen, sich vor Abreise
nach Slowenien das E- 111-SI-Formular bei ihrer Krankenkasse zu besorgen. Dies ist dem slowenischen
Krankenversicherungsträger im Krankheitsfalle zuerst vorzulegen und dann dem behandelnden
Arzt oder Krankenhaus auszuhändigen. Kosten werden in diesen Fällen dann nicht mehr
erhoben.
Impfungen
Empfehlenswert ist die Überprüfung des allgemeinen Impfschutzes - Diphtherie, Tetanus
(Wundstarrkrampf), Polio (Kinderlähmung).
Besondere Impfhinweise: FSME - Es besteht ein landesweites Risiko.
Unter anderem können in der Region folgende, durch Impfung vermeidbare Krankheiten auftreten:
Tollwut, Hepatitis A, Hepatitis B, Typhus
TSCHECHISCHE REPUBLIK
Besondere gesundheitliche Risiken bestehen nicht. Allerdings sind vor allem in den Industriegebieten
Nordböhmens und Nordmährens wegen hoher Luftverschmutzung Erkrankungen der Atemwege
häufig. In Waldgebieten besonders Mittel- und Südböhmens (aber auch im Prager
Stadtgebiet) ist die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) verbreitet.
Vorbeugung durch rechtzeitige Schutzimpfung ist möglich.
Das Niveau der medizinischen Einrichtungen ist in der Regel befriedigend. Das zwischen
Deutschland und Tschechien am 27.7.2001 unterzeichnete Sozialversicherungsabkommen ist am
01.09.2002 in Kraft getreten. Es bezieht Leistungen der Krankenversicherung auch für Touristen
ein. Dies heißt: Touristen können im Falle einer Erkrankung in Tschechien grundsätzlich medizinische
Leistungen der tschechischen Krankenversicherungsträger in Anspruch nehmen. Die
Kosten hierfür werden von der deutschen Krankenversicherung erstattet.
Es wird empfohlen, sich vor Reiseantritt über Regelungen und Verfahren im Zusammenhang mit
dem Sozialversicherungsabkommen und zur Ausstellung einer Anspruchsbescheinigung (Anspruch
auf Sachleistung bei vorübergehendem Aufenthalt in der Tschechischen Republik mit Vordruck
CZ/D 111) bei den jeweiligen Krankenkassen zu informieren. Das Abkommen gilt nur für gesetzlich
Krankenversicherte und schließt keine Rückholversicherung ein. Für Privatversicherte hat
sich das Verfahren nicht geändert: Sie bezahlen weiterhin ihre medizinische Leistung in Tschechien
selbständig und rechnen dies hinterher mit ihrer Versicherung ab. Dabei empfiehlt es sich
jedoch, wo immer möglich, vorher den Kostenrahmen in etwa abzuklären.
Impfungen
Empfehlenswert ist die Überprüfung des allgemeinen Impfschutzes - Diphtherie, Tetanus
(Wundstarrkrampf), Polio (Kinderlähmung).
UNGARN
Wie in anderen europäischen Ländern ist das Aufkommen der Tiertollwut auch in Ungarn hoch.
In den vergangenen Jahren wurden etwa 1.000 Fälle nachgewiesen, wobei die Tendenz steigend
ist.
Westlich von Budapest, um Miskolc und an der Nordgrenze, evtl. auch vereinzelt in anderen Landesteilen
kommt die durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningo-Encephalitis (FSME) vor,
gegen die man mit zwei Impfungen in 14 Tagen Abstand Schutz erwerben kann. Dies ist bei Aktivitäten
in der Natur (Joggen, Jagd, Reiten, Wandern für Frühjahr, Sommer und Herbst) empfohlen.
Impfungen
Impfschutz gegen Tetanus und Diphtherie sollte bestehen. Das deutsch-ungarische Sozialversicherungsabkommen
ist am 01.05.00 in Kraft getreten; demnach besteht Versicherungsschutz
für alle deutschen Staatsangehörigen, die in Deutschland gesetzlich krankenversichert sind. Als
Nachweis für den in Deutschland bestehenden Versicherungsschutz sollte unbedingt vor der
Einreise nach Ungarn bei der Krankenversicherung ein Auslandskrankenschein beantragt werden
(Formular H/D 111).
Besondere Hinweise: FSME - Es besteht ein landesweites Infektionsrisiko. Es ist besonders
hoch im Norden an der Grenze zur Slowakei, um den Plattensee sowie westlich der Donau.
ZYPERN
Neben den Standardimpfungen (Tetanus, Diphtherie und auch Polio) ist ein Schutz gegen Hepatitis
A zu empfehlen. In der heißen Jahreszeit (Juni bis September tropisch-schwül, hohe Temperaturunterschiede
zwischen Tag und Nacht) ist eine Kreislaufbelastung gegeben. Erkrankungen
der Atemwege sind ebenfalls häufig (vorwiegend in den feuchtkalten Perioden).
Impfungen
Spezielle Impfungen müssen wegen des individuell sehr unterschiedlichen Risikos mit einem erfahrenen
Reisemediziner abgestimmt werden
Malaria: Zypern ist frei von Malaria.
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