| Neid |
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"Wer andere um ihr Glück beneidet, Menschen sehen meistens die negative Seite einer Sache und haben ein großes Bedürfnis, diese Negativität an sich zu ziehen. Auch Menschen, bei denen alles gut ist, finden trotzdem immer etwas auszusetzen. Unzufriedenheit beherrscht die Welt, die tief mit menschlichem Neid verbunden ist. Neid entsteht, wenn wir uns mit einem anderen vergleichen und Gleiches besitzen wollen, was wir sehr erstrebenswert für uns halten. Männer beneiden andere eher um Geld und Erfolg, während bei Frauen der Neid auf schönes Aussehen und Attraktivität im Vordergrund steht. Wo der Vergleich mit anderen anfängt, fängt auch der Neid an. Die meisten Neider gibt es zwischen Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen. Auch Familien sind betroffen, Neid herrscht besonders zwischen Geschwistern. Neid vergiftet unser Leben, ruiniert unsere Gesundheit, macht Beziehungen kaputt, raubt Freude im Alltag und zerstört im Grunde die gesamte menschliche Würde. Faktoren die unsere Neidgefühle fördern
Wir Menschen sind unvollkommen und werden nie alles haben oder alles erreichen, was wir gerne möchten. Es wird immer etwas geben, wonach wir uns sehnen. Es gibt keinen Menschen, der nicht andere beneidet. Neid ist ein Gefühl und gehört zum Menschen. Neid ist wie Feuer, wenn es zu stark wird, dann breitet es sich schnell aus und bringt Zerstörung für den Einzelnen und für die Gesellschaft. Neid macht uns zum „aktiven oder passiven Angreifer“. „Aktiver Angreifer“ Angriff gegen Wohl und Gesundheit anderer Menschen, der zwischenmenschliche Beziehungen ruiniert: Fehlersucherei, Intrigen, Mobbing, Kränkung, Unterstellung, Schuldzuweisung, Vorurteile, Unterdrückung, Bedrohung. „Passiver Angreifer“ Angriff gegen sich selbst, der die eigene Lebensfreude, Lebensglück und Lebenskraft raubt und in Unzufriedenheit umwandelt: Selbstmitleid, Selbstzweifel, Selbstvorwürfe, Selbstvorurteile, Unzufriedenheit mit sich selbst. Es gibt auch positive Seiten von Neid. Wie die Herausforderung, anderen nachzueifern, und den Ansporn zur Veränderung des eigenen Verhaltens. Neid anderer ist Anerkennung der eigenen Leistung. Wie stillen wir unseren Neid? Wie kann man Neidgefühl löschen? Es hängt davon ab, was wir für Menschen sind und welche Eigenschaften wir besitzen. Menschen, die zum „aktiven Angreifer“ geworden sind, beneiden den anderen und gleichzeitig machen sie ihm das Leben schwer. Sie freuen sich, wenn es den anderen schlecht geht. Sie sind zufrieden und ausgeglichen, wenn sie damit ihr Ziel erreicht haben. Zunächst vergessen sie, dass sie auch an der Stelle des Opfers sein könnten. Menschen, die zum „passiven Angreifer“ geworden sind, beneiden den anderen, aber sie tun ihm nichts, sondern nur sich selbst. Sie verheimlichen sogar eigene Erfolge, um sich vor Neidern zu schützen. Unsere Neidgefühle entwickeln sich durch unsere Gedanken. Warum vergleichen wir uns mit anderen immer wieder? Wurde es schon in der Familie geprägt? Wie kommen wir aus dem alten Muster heraus? Zunächst hören wir auf, uns ständig zu vergleichen, und sammeln die Pluspunkte für unsere allgemeine Zufriedenheit. Pluspunkte, wie wir unsere Neidgefühle neutralisieren können:
Wie können wir uns mehr Zufriedenheit und Freude in unser Leben holen? Was können wir konkret dafür tun? Darüber wissen wir am besten selbst Bescheid. Dann übernehmen wir die Verantwortung und gestalten unser Leben so, wie wir es tief in unserem Herzen wünschen.
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Lidia Ivanov, Psychologische Beraterin