Akute Bronchitis
In der Regel handelt es sich um eine Entzündung des
Tracheo-Bronchialraumes, die vor allem in der herbstlichen Übergangszeit oder bei nassem
Winterwetter auftritt.Symptomatik
Produktiver Husten mit Fieber, Nachtschweiß und allgemeine
Mattigkeit. Bei entsprechender Vorbelastung kann sich zu nehmend Atemnot einstellen
(Achtung, Gefahr einer Pneumonie!)
Röntgenuntersuchungen sind bei akuten, unkomplizierten
Bronchitiden wenig hilfreich, sie erbringen keine nennenswerten Befunde.
Therapie
Absolutes Rauchverbot, an das sich auch die Umgebung des Patienten halten muß!
Bei Fieber Bettruhe und
schwitzen. Ausfiebern lassen!
Brustwickel anlegen, dem
Wickelwasser 1 TL Oleum Thymii zusetzen.Sehr empfehlenswert sind Senfwickel, die nicht
länger als 10 Min. liegen bleiben sollen. Bei älteren Patienten sollte auf Wickel
verzichtet werden - dafür Einreibungen mit Tumarol-Balsam oder einem anderen fertigen
Brustbalsam z.B. Bronchoforton oder Bronchodurat Balsam vorgenommen werden.
Inhalationen mit Tumarol: 2
cm des Balsams heißem Wasser zusetzen.
Abwehr stärken z.B. mit
Echinacea plus Eigenblut, 2 mal wöchentlich
Interna
Cetraria isl. oplx mehrmals täglich 20 Tropf. bei eitrigem
Auswurf zusätzlich Kreosotum oplx. Sulfur Tabl. D6 5.2 Tabl. tägl. einnehmen.
Bei eitrigem Auswurf
Arzt! (Zurück)
Sekretolytika
Fruct. Anisi, Fruct.Foeniculi, Rad.Liquiritae u.a.
Hustensäfte:
· Fupatal Saft (enthält Anis und Thymian) 5. mehrmals tägl. 1 TL einnehmen.
· Bronchicum (Saft o.Tropfen) öfter am Tage 15 Tr. auf Zucker (Brot).
· Bei spärlichem Auswurf: Viel heißen Zitronensaft geben, Lindenblüten- und
Hollunderblütentees.
Hustenblocker:
· Ephepect Pastillen mehrmals tgl. 1 Pastille. (Zurück)
Diät
· Je nach Auswurf gut gewürzte Speisen, bei Obstipation sind Einläufe erforderlich!
· Bei starker Schleimproduktion: Sekretomotorika wie Herb.Thymii od. Herb.Serphylli.
Bei älteren Patienten Herzstütze nicht vergessen:
· Tinct. Ephedrae bei Tachycardie 4 mal 15 Tr.tgl.
· Tinct. Convallariae bei Bradycardie 4 mal 20 Tr. tgl.
Grundsätzlich individuell dosieren!
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Homöopathie
· Einige Einzelmittel:
· Allum cepa (als ob der Kehlkopf bei Husten zerrisse.)
· Calc., Ph-ac., Sulfur (bei Kitzelhusten)
· Belladonna Dil. D4 (Krampfhusten)
· Bryonia Dil.D4 (bei Hartnäckigkeit)
· Mercurius solub.Tbl.D4 (bei Schweiß)
· Ipecacuanha Dil.D4 (wenn Brechreiz bei Husten)
· Tartarus emeticus Tabl.D6 (Husten mit Luftnot)
· Rumex crispus D4 (bei Bifurkationshusten)
· Ferrum phosphor D4 (Rauhheit d. Bronchien)
· Komplexmittel
· Santa Flora S.,Anwendung: 4 mal 25 Tr.tgl.
· Roths RopulminTr.,S.4 mal 15-2O Tr.tgl.v. d. Mahlz.
· Infi-calcium-carbonicum Tr. S.3 mal 30 Tr.tgl.
· BIOPYR stellt eine ideale Ergänzung zu Santa Flora dar und deckt das gesamte
Infektpotential ab.
· Tartephedreel
· Gripp-Heel
· Aconitum-Homaccord (bei fieberhafter Bronchitis)
· Drosera-Homaccord (bei Pertussisähnl. Husten) S.4 mal (oder öfter) tägl.40
Tr. zusammen einnehmen.
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Enzyme
Wie bei allen entzündlichen Prozessen empfiehlt sich auch bei der Bronchitis der
Einsatz proteolytischer Enzyme.
Empfohlen: Wobenzym Drag. 5. Initial 3 mal 8 Dragees tgl. (3 Tage) danach 3 mal 5
Drag.tgl. (Zurück)
Injektionstherapie
· Ubichinon 2m1;Gripp-Heel 1 ml; Tonsilla 2 ml; Traumeel 2 ml; Mischspritze mit
2 ml Eigenblut beginnend, 2 mal wöchentl. i.m. oder Schwörotox 1 ml; Schwörosin 1 ml
· Mischspritze mit Eigenblut wie oben. oder Metavirulent 2 ml mit Eigenblut 3 mal
wöchentl. 1 Amp. i.m. oder Infi-Echinacea-lnjektion
· 2 mal wöchentl. m. Eigenblut. Zur Kreislaufstütze:
Infi-Camphora-lnjektion (Infirmanus) S.2 mal wöchentl .i.m.(nicht bei
Schilddrüsenerkrankungen einsetzen!) (Zurück)
Pharma-Akupunktur
Injektionen in die Akupunkturpunkte bei entsprechender pharmakologischer
Zusammensetzung haben sich bei der Therapie der Bronchitis sehr gut bewährt. Ampullen
beinhalten Ipecacuanha, Drosera, Kalium phos. u.a. und werden in untenstehende
AP-Punkte i.c./s.c. injiziert (siehe Abbildung unten).

Abbildung zu Pharma-Akupunktur
Die einzelnen Punkte werden den Symptomen entsprechend
ausgewählt. Es muß in einer Sitzung nicht in alle Punkte injiziert werden.
1: Zwischen den Querfortsätzen des 3. und 4. Brustwirbels auf beiden
Körperhälften (in allen Fällen von Bronchitis, Asthma, Pneumonie). (B 13- Tartar.
stib.)
2, 3: Im 1. Interkostalraum 1 Querfinger neben dem Sternum bzw. am unteren Rand des
Sternoclaviculargelenks. (N26 und 27 - Tartar. stib.)
4: in der Radialisrinne 1 Querfingerproximal von der Apophyse. (Lul -
lpecacuanha)
5: Mamillarlinie im 3. Interkostalraum an beiden Körperhälften. (Ml 6-
Drosera)
6: Am medialen Ende der Ellenboge falte bei maximal gebeugtem Arm. (H3 -
Kai. phos ph. [bilat])
7: 1 Querfinger lateral von der Brustwarze an beiden Körperhälften. (KS
7 - Cactus)
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Die chronische Bronchitis
Allgemeines
Die Definition der chronischen Bronchitis beinhaltet das Vorliegen von produktivem
Husten an den meisten Tagen des Jahres, mindestens jedoch von 3 Monaten über den Zeitraum
von 2 Jahren.Dabei sind das Bronchial-Ca, Tuberkulose, Emphysem, Bronchiektasen,
Mucoviszidose oder Immundefekte auszuschließen.Bei diesem Krankheitsbild liegt eine
chronisch-entzündliche Reaktion des Bronchialbaumes vor (allergische Reaktionen?), deren
Merkmal eine persistierende bronchiale Hypersekretion ist. Das morphologische Korrelat ist
hier weniger eine entzündliche Veränderung des Bronchialbaumes, als eher eine Zunahme
der schleimbildenden Becherzellen des Epithels, sowie eine Vermehrung der seromukösen
Bronchialdrüsen.
Einteilung der chronischen Bronchitiden
· Einfache, unkomplizierte chron. Bronchitis mit schleimiger Sekretion
· chron. rezidivierende (eitrige) Bronchitis
· chron.asthmoide Bronchitis mit oftmals generalisierter Atemwegsobstruktion
· chronisch obstruktive Bronchitis
Ätiologie
Exogene Faktoren wie Rauchen, Virusinfekte, bakterielle Infekte durch Haemophilus
influencae, Pneumokokken, Staphylokokken stellen meist nicht eine primäre Ursache dar.
Symptome
Leitsymptome sind Husten und Auswurf, besonders morgens. Mit zunehmendem Fortschreiten
der Krankheit tritt Dyspnoe auf.
Differentialdiagnose
Lungentumoren, Metastasen, Tuberkulose u.a.
THERAPIE
· Absolutes Rauchverbot!
· Staub und chem. Dämpfe meiden!
Hydrotherapie
Aerosol-Inhalationen und reflektorische Anregung durch Trinken heißer Tees, heißer
Milch mit Honig, Brusttees
· Heiße Dauerbrausen des Rückens
· Heupackungen
· Klimakuren sind problematisch: Keineswegs verträgt jeder das ,,abhärtende Klima"
der Nordsee, je nach Konstitutionstypus wird ihm das mediterrane Klima vielleicht besser
bekommen (Ischia!)
Neuraltherapie
Wie bei Bronchitis und Asthma bronchiale.
Phytotherapie
Bad Lippspringer Tee (Tees nicht länger als 6 Wochen verwenden, dann wechseln, z.B.
Solubifix Fertigtee)
Schröpfen
Paravertebral blutig oder unblutig. Bei chron. Bronchitis spielt das ,,Tor des
Windes" eine Rolle! Das sind 2 kleine ca.3QF paravertebral liegende Regionen in Höhe
des oberen Schulterblattrandes.(Blutig schröpfen nur bei lokaler deutlicher Verquellung!)
Blutegel
über Schmerzstellen ansetzen bzw. segmental.
Aderlaß
hat deplethorische und antientzündliche Wirkung.
Heiße Auflagen
Bei akuten Schüben haben sich heiße Auflagen mit Enelbin Paste bestens bewährt.
Anwendung nach Prospekt!
Volksheilkundlich
kennen wir folgende Maßnahme:
In Schweinefett werden Zwiebelscheiben goldgelb geröstet und auf einem Leinenlappen so
heiß wie gerade gut verträglich, im Bereich des Bronchialbaumes aufgelegt. (Zurück)
Asthma bronchiale
Allgemeines
Ein in der Naturheilpraxis relativ oft vorkommendes Krankheitsbild mit generalierter
Obstruktion der intrapulmonalen Atemwege.
Ätiologisch müssen familiäre Belastungen bei vorgegebener allergischer Bereitschaft,
Umweltbedingungen, sowie psychogene Stimuli beachtet werden. Ein hoher Prozentsatz der
Asthma-Patienten hat eine Familienanamnese mit Rhinitis, Asthma, Ekzemen u.a.
Als ,,Atopie" werden bevorzugt Patienten betroffen, die als Kinder Milchschorf
hatten, später eine Neurodermitis disseminata oder eine Rhinitis atopica.
Die meisten allergischen Erkrankungen des Respirationstraktes werden durch Inhalation
bestimmter Noxen hervorgerufen wie z.B. Pollen (Lindenblüten,Tierhaare, Haus staub
u.s.w.), wobei psychogene Faktoren wie Schulprobleme, Eheschwierigkeiten, aber auch
endokrine Störungen zusätzlich auslösend wirken können.
Das rein psychogene Asthma hingegen ist eher selten, eine psychogene Überlagerung des
Krankheitsbildes hingegen häufig anzutreffen. Eine Rolle spielen aber auch rezidivierende
Infekte.
Pathophysiologie (Kurzform)
Es findet sich eine eosinophile Bronchitis mit Epithelverschleimung. Eine
Bronchokonstriktion oder partielle Verlegung der Atemwege führen zu einer Dyspnoe.
Das Hauptproblem des Asthmatikers liegt nicht darin, die Lungen mit Luft zu füllen,
sondern diese wieder loszuwerden. Durch die behinderte Ausatmung kommt es zu den typischen
Atemgeräuschen wie Brummen, Rasseln, Giemen.
Quälender Husten verschlimmert die Atemnot und befördert zähen Schleim wenn überhaupt
- heraus.
Es kommt in der weiteren Folge zu einer Überblähung der Lungen (vgl. Thoraxformen nach
Mayr!). (Zurück)
Status asthmaticus
Die Angst zu ersticken steigert die Atemnot und kann, wenn keine Hilfe kommt, zum
lebensbedrohlichen Zustand des Status asthmaticus führen.
Asthmaanfälle treten übrigens meist nachts auf. Dies leuchtet insofern ein, als auch
beim Gesunden die Atemwege nachts enger gestellt sind.
Das nichtallergische - oder intrinsic Asthma
Durch Tabakrauch, Autoabgase tritt diese Form meist jenseits des 30. Lebensjahres auf,
Streß und seelische Belastungen können die Ursache sein.
Das allergische - oder extrinsic-Asthma
Rein allergisches Asthma kommt seltener vor als allgemein angenommen wird, die Übergänge
sind fließend und die Hauptprobleme liegen in einer übersteigerten Reaktionsbereitschaft
der Bronchialschleim haut, die eben auf unspezifische Reize reagiert. (Zurück)
Therapie bei Asthma
Allgemeines
· Absolutes Rauchverbot!
· Für regelmäßigen Stuhlgang sorgen, evtl. Einläufe
· Antiallergische Behandlung mit ALLERGOSTOP 1
· Reichliche Flüssigkeitsaufnahme um durch Wässerung eine Verflüssigung des
Bronchialsekrets zu erreichen.
· Ableitung über die Haut durch Senfwickel, Cantharidenpflaster auf Brustbein,
Baunscheidtbehandlung.
· Ableitung über die Nieren mit Diuretika.
Diät
· Kochsalz- und Purinarm
· Keine blähenden Speisen
· Kein Vollkornbrot
· Viel Milch- und Milchprodukte
· Reifes Obst, alle Teigwaren
· Saft- und Rohkosttage einschieben.
Physikalische Maßnahmen
· Trockenbürsten, wechselwarme Arm- und Oberkörpergüsse.
· Sauerstoffmehrschrittbehandlungen
· Schröpfen, Baunscheidtieren.
Medikamentös
· Asthmakhell N Verdünnung S.4 maltgl.10-15 Tr.
· Asthma-Bomin H S.3-4 mal tgl. 20 Tr. auf Zucker oder
· Horvitrigon - Reintoxin Liqu. und
· Horvi-Elaps-Reintoxin forte Liqu. S.3 mal tgl.je 8 Tr. perlingual.
Wichtige Mittel in der Asthma-Behandlung:
· Santa Flora 5 S.3-4 mal tgl. 15-30 Tr. oder
· Atmulen E Saft besonders für Kinder S.4 mal tgl. 1 TL
· Lophyptan N Tr. S.3 mal tgl. in Tee einnehmen oder
· Endemol Tropf. S.initial mehrmals tgl.20 Tr.,danach4 mal tgl.30 Tr.
· PROALLER spag.Tr.
Injektions- und Neuraltherapie
· Injectio antiasthmatica in die AP Punkte.
· Eigenblutbehandlung mit Regasinum antiallergicum
· oder Allergie-Injektopas
· oder Engystol N
· Segmentbehandlung
Parasternal 8-10 Quaddeln setzen, ebenso Paravertebral. Empfehlen würde ich dazu die
Asthma-Nosode-Injeel.
Als Eigenblutzusatz: Ignatia Injeel forte Bryonia-Injeel forte (auch i.c.)
Außerdem: Nosoden Injektion 3 mal wöchentl. i.m. eventuell alle 3 Präparate 3 mal
wöchentl. als Mischspritze mit etwas Eigenblut i.m. oder Mischspritze aus:
· Asthmalyticum Amp.N (Röwo-210)
· Coronar Homocent
· Dysto Loges
In der Injektions- und medikamentösen Therapie ist die
Stützung der Herztätigkeit stets zu berücksichtigen, wie generell in der
Asthmabehandlung.
Inhalationen
Rp.: Flores et Folia Malvae M.D.S.50.0 in 1 l Wasser geben,1 EL Emser Salz zusetzen,
erhitzen. Dampf einatmen.
Homöopathie -
Empfehlungen
Cuprum met. Tbl. D 12 (bei spast. Zuständen), auch z. Injektion Lobelia Tbl. D6
Für den Einsatz homöopathischer Mittel empfehle ich Band II ,,Homöopathia an
tihomotoxica, Symptomen- und Modalitätenverzeichnis" von H.-H. Reckweg, Aurelia
Verlag Baden-Baden. E
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